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Exkursion in die Pagode Vien Giac in Hannover-Mittelfeld

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002_320x240Exkursion zur buddhistischen Pagode Vien Giac in der Karlsruher Straße in Hannover-Mittelfeld am 3. Dezember 2011

HANNOVER.DE – Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe „Migration und Religion: Buddhismus in Hannover“ fand eine Exkursion zur buddhistischen Pagode im Stadtteil Mittelfeld statt.

Trotz des etwas ungemütlichen Wetters nahmen 37 Personen, darunter auch Familien mit Jugendlichen, an diesem Besuch teil. Bis zum Beginn der offiziellen Führung konnten sich die Teilnehmer/innen im Versammlungsraum bei einer Tasse (oder auch mehreren) warmen, wohltuenden Tee gemütlich versammeln.

Die Führung begann im Hauptraum der Pagode mit einer kurzen Rezitation. Während die Exkursions-Teilnehmer/innen den buddhistischen Gebetsklängen lauschten, konnten sie die in dem Raum aufgestellten verschiedenen und farbenfrohen Statuen betrachten und so sich auf die Führung einstimmen. Die dabei überwiegenden goldenen und gelben Farben stehen u. a. symbolisch für Reinheit, was die Besucher/innen allerdings erst später erfuhren.

Anschließend erzählte der junge Mönch Dr. Thanh Ho den Gästen sehr lebendig vom Buddhismus, jedoch ging es in diesen Geschichten nicht nur um Buddha. Mit zum Teil mit etwas Witz verzierter Sprache und für die Herkunftskultur typischen zahllosen Beispielen erklärte Dr. Ho den Buddhismus und das Leben als Buddhist hier in Hannover. Die Anwesenden konnten während des Vortrages Fragen stellen und auf diesem Weg Unklarheiten beseitigen. Die Wiedergeburt und die daraus resultierenden Vorstellungen, vor allem aber die Gewissheit darüber, beschäftigten die Besucher/innen besonders. Hier konnte Dr. Ho als erfahrener Mönch und Dozent der Religionswissenschaft fundierte Erklärungen geben. Dieser Erklärungsteil wurde durch die Beiträge von Ngoc-Diep Ngo, Leiter des Buddhistischen Sozio-Kulturzentrums der Pagode, weiter mit vielen Beispielen ergänzt.

Die Ahnenpflege und der Ahnenraum, wo viele Bilder der verstorbenen Familienmitglieder verehrt werden und warum diese für eine Buddhistin oder einen Buddhisten wichtig sind, schienen den Besucher/innen besonders zu faszinieren. Neben den ordentlich aufgestellten herkömmlichen Bildertafeln verzierten auch dem Zeitalter entsprechend digitale Bilderrahmen die Galerie.

Nach dem vielfältigen Informationsteil und vor dem Mittagsessen gab es die Gelegenheit, nochmals den Gebetsraum ohne Begleitung anzusehen. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer/innen an dem vegetarischen Essen selbst bedienen. Bevor die Gäste schließlich den Heimweg antraten, diskutierten sie noch mal die offenen Fragen zum Leben nach buddhistischer Vorstellung in der Gegenwart oder das Leben als Mönch bzw. Nonne im angeschlossenen Kloster der Pagode. Gegen 13:30 Uhr ging die Veranstaltung zu Ende.

von Rajiny Kumaraiah

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