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800 Buddhisten in Messestadt

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kurier-1KURIER am 14.07.2011

Die Niederösterreich-Halle wird zum Tempel, in Wieselburg werden Scharen von Mönchen zu beobachten sein.

Ein exotisches, fast unwirkliches Schauspiel steht der Agar- und Messestadt Wieselburg ins Haus. Eine Woche lang bekommt die Stadt am Tor zum Ötscherland eine Hauptrolle in der weltweiten buddhistischen Glaubensgemeinschaft. Das „23. Internationale Buddhistische Seminar“ hat sich in den Hallen der Wieselburger Messe eingemietet. Und nicht nur 100 Mönche werden in ihren orangefarbenen Roben aus aller Welt anreisen. Auch 700 Gläubige hauptsächlich aus vielen Ländern Europas dürften dem Stadtbild einen besonderen Stempel aufdrücken.

kurier-2„Das ist eine große und einmalige Sache. Im Vorjahr tagte das Buddhistische Seminar in Frankreich. Es findet jedes Jahr in einem anderen Land statt“, schwärmt Organisatorin Kim Dung Dinh. So wie die Messeverwaltung steckt sie mitten in den Vorbereitungen für das religiöse Großereignis vom 22. bis 31. Juli. 13.000 m² Hallenfläche habe man in Wieselburg gemietet, erzählt Kim. Wieselburg wurde nicht nur wegen der passenden Location ausgewählt. „Ich war hier vor 30 Jahren und habe die deutsche Sprache gelernt. Die Menschen waren sehr freundlich“, erzählt die Managerin mit vietnamesischem Hintergrund.

Logistik

Das Event wird ein Reigen aus Zeremonien, Meditation und Lehre. Alle Teilnehmer schlafen und essen auch in den noch leeren Messehallen. Eine mobile Küche werde für ausschließlich vegetarische Kost sorgen, berichtet Managerin Kim von gewaltigen logistischen Anstrengungen, damit das Buddhistentreffen erfolgreich über die Bühne gehen kann. Über die Hilfe der Messeverwaltung oder des Roten Kreuzes, die für die Hunderten notwendigen Klappbetten, aber auch für ausreichend Sanitäreinrichtungen sorgen, sind die Buddhisten sehr dankbar.

kurier-3Die als Genuss- und Seminar-Drehscheibe bewährte Niederösterreich-Halle bekommt für eine Woche fast den Status eines Tempels – sie wird zur Zeremonienhalle umfunktioniert. Und am Mostviertler Ausstellungsareal wird so mancher Buddha für Respekt sorgen. Wen es interessiert, meint Kim der sei herzlich willkommen.

Die Eröffnungszeremonie (22. Juli, 9.30 Uhr) und der Abschluss (30. Juli, 17 Uhr) sei für jedermann offen. „Bei Anmeldung gibt es auch Information über das vegetarische Kochen oder über die Meditationen.“

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